Totgeburt - Stationsarzt angeklagt!

28.09.2017 10:06

Eine Frau mit Migrationshintergrund und schlechten Deutschkenntnissen wollte nach zwei Kaiserschnittgeburten ihr drittes Kind vaginal zur Welt bringen. Die Aufklärung über das signifikant erhöhte Risiko einer Vaginalgeburt nach Sectiogeburten erfolgte offenbar nur unzureichend.

Seitens des Spitals wurden - gemäß den Vorhaltungen - auch keine ausreichenden Vorkehrungen getroffen, um im Falle einer Komplikation kurzfristig eine Sectio durchführen zu können. Bei der Geburt kam es zu Komplikationen und das Kind starb noch im Uterus.

Die Eltern des Kindes zeigten Oberarzt, Hebamme und Stationsarzt bei der Staatsanwaltschaft an. Das Verfahren ist noch im Laufen, aber die beteiligten Personen sind sowohl emotional als auch finanziell belastet. Wie auch immer die Erhebungen bzw. ein allfälliger Prozess ausgehen werden, jedenfalls müssen die betroffenen Ärzte Kosten für Anwälte und Gutachten bezahlen. Eine Ärztehaftpflicht- und Ärzterechtsschutzversicherung können zumindest die finanzielle Last mindern.


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