FAQ`s zur Berufshaftpflichtversicherung

Für wen gilt die im Ärztegesetz bw. ZÄG verankerte Versicherungspflicht für die Berufshaftpflichtversicherung?
Die Versicherungspflicht gilt seit 19.8.2010 für alle freiberuflich tätigen Ärzte und Zahnärzte, für Gruppenpraxen sowie für private Krankenanstalten. Ärzte und Gruppenpraxen, die bereits in die Ärzteliste eingetragen waren, hatten den Nachweis der Berufshaftpflichtversicherung längstens binnen einem Jahr ab dem Inkrafttreten des Gesetzes zu erbringen.
Für die Neuaufnahme einer freiberuflichen Tätigkeit gilt diese Übergangsfrist nicht.

Was muss meine Berufshaftpflichtversicherung abdecken damit sie den gesetzlichen Vorgaben entspricht?
Die Versicherungssumme muss für alle Schadenfälle (Personen-, Sach-  und reine Vermögensschäden) pro Fall mindestens 2 Millionen Euro betragen, Die Höchsthaftungssumme pro Jahr muss mindestens das dreifache der Mindestversicherungssumme betragen. Eine entsprechende Nachhaftungsdeckung ohne zeitliche Begrenzung muss ebenfalls gegeben sein.  

Was kann eine Haftpflichtversicherung für mich tun?
Die Haftpflichtversicherung übernimmt die Zahlung von berechtigten Forderungen und/oder Abwehr von unberechtigten Ansprüchen und stellt die Schadenhöhe fest. Die Versicherung übernimmt auch sämtliche Anwalts-, Gerichts- und Sachverständigerkosten, in jedem Schadenfall bis zur vollen Höhe der Versicherungssumme.

Zahlt meine Berufshaftpflichtversicherung, wenn mein nichtärztliches Ordinationspersonal einen Patienten schädigt?
Ja, sofern dies in Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit erfolgt, tritt die Haftpflichtversicherung in den Fall so ein, als wäre der versicherte Arzt der Schädiger gewesen.

Wo darf der Schaden eintreten?
Der Versicherungsschutz erstreckt sich auf Schadenereignisse, die auf der ganzen Erde eingetreten sind. Voraussetzung ist jedoch, daß die Tätigkeiten in Österreich ausgeübt werden. Erste-Hilfe-Leistungen, organisierte Rettungseinsätze sowie Tätigkeiten als ärztlicher Betreuer eines Vereins sind auch dann versichert, wenn die Tätigkeit nicht in Österreich ausgeübt wird = WELTWEITE DECKUNG.

Wann tritt der Versicherungsfall grundsätzlich ein?
Grundsätzlich tritt der versicherungsrechtliche „Schadenfall“ erst ein, sobald der Schaden nach außen in Erscheinung getreten ist, also sich ausgewirkt hat.

Besteht Versicherungsschutz für Schäden die zwar innerhalb der Versicherungszeit verursacht wurden (Operation), jedoch erst nach Ende des Versicherungsschutzes hervortreten (Skalpell wird erst jetzt gefunden oder verursacht eine Verletzung)?
Zur Erklärung: grundsätzlich verjähren Schadenersatzansprüche innerhalb von drei Jahren (sogenannte kurze Verjährungsfrist). Die Frist beginnt ab dem Zeitpunkt zu laufen, ab dem der Geschädigte Kenntnis sowohl von der Person des Schädigers, als auch vom Vorfall selbst hat, also dem Schaden. In der Praxis treten aber immer wieder Fälle auf, in denen sich der „Schaden“ erst viele Jahre später, oft nach zehn Jahren oder mehr, manifestiert. Das kann etwa der Fall sein, wenn ein Arzt einem Patienten ein Medikament verschreibt, ohne auf die Gefahr diverser Nebenwirkungen explizit hinzuweisen. Gesetzt den Fall, es gäbe ein gleichwertiges Medikament ohne dieser Nebenwirkung, und es stellt sich später heraus, dass sich beim Patienten ein latentes Nierenleiden erst auf Grund der Nebenwirkungen des lange Zeit hinweg eingenommenen Medikaments manifestiert hat, wird er erst Jahre später auf Schadenersatz klagen; denn erst dann hat er Kenntnis vom Schaden, dem Kausalzusammenhang und dem Schädiger. In diesen Fällen ist dem Patienten oft erst nach zehn Jahren bewusst, was ihm widerfahren und wer dafür verantwortlich ist. Erst ab diesem Zeitpunkt beginnt für ihn die oben genannte dreijährige Frist, innerhalb der er sich entscheiden muss, ob er den Gerichtsweg beschreitet und den Arzt auf Schmerzensgeld/ Schadenersatz klagt, oder nicht. Dieses Recht hat ein Patient. Das Ergebnis: ab dem Schaden läuft eine dreißigjährige Frist, innerhalb dieser Frist steht einem Patienten das Recht zu, binnen drei Jahren ab persönlicher Kenntnis des Schadens, des Schädigers und des Kausalzusammenhangs den Gerichtsweg zu beschreiten. Durch außergerichtliche Verhandlungen bei der Patientenvertretung oder der Schlichtungsstelle der Ärztekammer kann sich die Verjährungsfrist noch um bis zu 18 Monate verlängern (§ 58a Abs 1 ÄrzteG).

Was bedeutet Nachhaftung und wie kann ich mich absichern?
Aus der unter Pkt 5. dargestellten gesetzlichen Regelung der Verjährung kann sich durchaus ergeben, dass im Einzelfall die Erben eines Arztes mit den Ansprüchen eines Geschädigten konfrontiert werden. Ein Beispiel: Ein Arzt hinterließ seinem Sohn ein nicht unbeträchtliches Vermögen ohne nennenswerte Verbindlichkeiten, das dieser mit einer bedingten Erberklärung angenommen hat. Zunächst investierte der Erbe einen Teil in Aktien, den Rest in Immobilien für seine eigenen Kinder. Die Aktiengeschäfte liefen nicht wie erwartet und brachten einen Ausfall von 50 %, er „tröstete“ sich aber mit dem Immobilienbesitz. Jahre später bekommt er eine Benachrichtigung vom Gericht, dass bei einem ehemaligen Patienten seines Vaters ein lange unentdeckter „Kunstfehler“ zu einer schweren Körperverletzung geführt habe und dieser darauf gestützt Schadenersatzansprüche gegen die Verlassenschaft bzw. nunmehr den Erben erhob. Im Fall, dass diesem Anspruch des Patienten gerichtlich stattgegeben wird, muss nun der Erbe „bis zum Wert der Verlassenschaft“ Schadenersatz leisten; ob das Vermögen noch da ist, oder bereits gutgläubig verbraucht wurde, spielt keine Rolle.

Wie lange sollen ich oder meine Erben die Patientenunterlagen nach Antritt meiner Pension oder Eintritt meines Todes aufbewahren?
Aufgrund der langen Verjährungsfrist von 30 Jahren ist es wichtig, dass Sie als pensionierter Arzt  in Ihren Dokumenten die Polizze Ihrer Haftpflichtversicherung für Sie oder die Erben bereitlegen und Sie oder die Erben alle Dokumente (auch die Dokumentation über die Behandlung der Patienten) bis zu 30 Jahre nach Beendigung der ärztlichen Tätigkeit (im Zweifel bis dreißig Jahre nach dem Ableben) zur Beweissicherung aufbewahren.

Was bedeutet Beweislastumkehr?
Die Beweislast obliegt grundsätzlich gemäß § 1296 ABGB dem Geschädigten. Fordert nun der Geschädigte den Ersatz seines Schadens, muss er jeweils den Eintritt des Schadens, die Verursachung durch den Schädiger, die Rechtswidrigkeit dessen Verhaltens und das Verschulden des Schädigers beweisen. Bestehen jedoch vertragliche oder gesetzliche Verbindlichkeiten = Behandlungsvertrag zwischen Arzt und Patient, und fügt ein Arzt dem Patienten in diesem Rahmen einen Schaden zu, so muss der Arzt beweisen, dass ihn an der Schädigung kein Verschulden getroffen hat und dieser auch dann eingetreten wäre, wenn er sorgfältigst gehandelt hätte. (§ 1298 ABGB, Beweislastumkehr).   

Was bedeutet „reiner Vermögensschaden“?
Ein reiner Vermögensschaden erfolgt ohne unmittelbaren Eingriff in ein absolut geschütztes Rechtsgut, etwa in das Leben, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum usw. des Patienten und würde zum Beispiel vorliegen, wenn ein Arzt dem Patienten eine schnellere Besserung des Krankheitszustandes zusagt, als dann wirklich eintritt, wodurch der Patient einen wichtigen Geschäftstermin und in Folge ein lukratives Geschäft versäumt. Der Arzt hat zwar unmittelbar kein absolut geschütztes Rechtsgut (Gesundheit,…) des Patienten verletzt, dem Patienten ist aber im aufgezeigten Fall ein Schaden in seinem Vermögen aufgrund der falschen Auskunft des Arztes entstanden. Sind von mir verursachte Schäden am gemieteten oder gepachteten Gebäude bzw. Räumlichkeiten in der Haftpflicht mitversichert? Ja, die Haftpflichtversicherung übernimmt die Schadenzahlung bis zur vereinbarten Versicherungssumme. Der Selbstbehalt in jedem Schadenfall beträgt EUR 200,-. Übernimmt die Haftpflichtversicherung die Kosten eines Strafverfahrens? Nein, die Haftpflichtversicherung übernimmt nur die Kosten eines zivilgerichtlichen Verfahrens (z. B. Schadenersatzklage). Zur Übernahme der Kosten eines Strafverfahrens wird eine Rechtsschutzversicherung benötigt.

Unterliegen angestellte Ärzte, die keiner freiberuflichen Tätigkeit nachgehen, der gesetzlichen Versicherungspflicht?
Nein, eine gesetzliche Versicherungspflicht besteht nicht, wir empfehlen jedoch auch bei angestellter Tätigkeit eine entsprechende Haftpflichtversicherung.

FAQ`s zur Rechtsschutzversicherung

Was kann eine Rechtsschutzversicherung für mich tun?
Die Rechtsschutzversicherung ist bei der Durchsetzung von berechtigten Schadenersatzansprüchen behilflich und übernimmt die dabei entstehenden Kosten. Die Abwehr von Schadenersatzansprüchen ist hingegen Aufgabe der Haftpflichtversicherung.

Was ist der „Streitwert“?
Er dient als Bemessungsgrundlage für die daraus abgeleiteten tariflichen Kosten eines Rechtsvertreters. Dieser kann vor allem bei einer Auseinandersetzung mit der Sozialversicherung sehr hoch sein.

Zahlt die Rechtsschutzversicherung auch im Fall eines Strafverfahrens?
Ja, die Rechtsschutzversicherung übernimmt die Verteidigungskosten (Anwalts-, Gerichts- u. Sachverständigenkosten) grundsätzlich ab Eröffnung des Hauptverfahrens in jedem Schadenfall bis zur Höhe der Versicherungssumme.
Wurde der Zusatzbaustein „Spezialstrafrechtsschutz“ in die Deckung mit eingeschlossen, werden die Kosten bereits ab der ersten Ermittlungshandlung (auch Vorverfahren) übernommen.     
Die Wichtigkeit eines Strafrechtsschutzes erkennt man vor allem daran, daß eine Ärztin/ein Arzt erfahrungsgemäß vom Geschädigten im Vorfeld eines Zivilrechtsprozesses schon deshalb mit einem strafrechtlichen Vorwurf konfrontiert wird, da dann der Sachverhalt „von Amts wegen“ aufgearbeitet wird (Zeugen befragt, Aktenabschriften etc). Auf diese Informationen kann man dann im Nachfolgeverfahren zugreifen.   
Darüber hinaus sind in unserem Spezialstrafrechtsschutz ab sofort alle Verbrechen (vorsätzlich begangene strafbare Handlungen mit  angedrohtem Strafrahmen von mehr als drei Jahren) gedeckt und versichert.  

Brauche ich überhaupt den Zusatzbaustein „allgemeiner Vertragsrechtsschutz für den freiberuflichen Bereich“?
Die Basisdeckung umfaßt den allgemeinen Vertragsrechtsschutz für den Privatbereich, nicht jedoch für den freiberuflichen Bereich. Kaufen Sie z. B. einen Laser für Ihre Ordination und liefert der Verkäufer mangelhaft, würde dieses Geschäft nicht Ihrem Privatbereich, sondern dem Geschäftsbereich zugeordnet, und die Basisdeckung folglich nicht ausreichen.
 
Die Spezialärzte-Steuerrechtsschutzversicherung benötige ich nicht, oder?
In der Praxis sieht es leider so aus, daß man schnell große Probleme mit dem Finanzamt bekommen kann. Unangenehme, auch ungerechte bzw. mangelhafte Bescheide sind im geschäftlichen Alltag gang und gäbe, ebenso wie ungerechtfertigt eingeleitete gerichtliche Strafverfahren.  

Gibt es einen Selbstbehalt?
Im Allgemeinen Vertragsrechtsschutz für den Privat- und Ordinationsbereich fällt grundsätzlich ein Selbstbehalt in Höhe von 20 % der Kostenzahlung, mind. aber 2 % von der Versicherungssumme, an. Dieser Selbstbehalt entfällt, wenn ein von der Zürich Versicherung vorgeschlagener Anwalt gewählt wird, oder wenn der Wahlanwalt einen Rabatt von 25 % auf den Rechtsanwaltstarif akzeptiert.
 
Was kann ich mir unter Datenrechtsschutz vorstellen?
Der Datenrechtsschutz ist für Sie dann wichtig, wenn Sie z. B. in Ihrer Ordination personenbezogene Daten im Sinne des Datenschutzgesetzes verarbeiten und ein Patient behauptet, daß seine Daten mißbräuchlich weitergegeben wurden.
 
Fällt eine Deckungslücke bei einem Wechsel der Versicherung an?
Nein, auf Grund zahlreicher Anlassfälle bei anderen Versicherern sind viele Makler beim Wechsel der Versicherung sehr vorsichtig und verlangen vorab eine schriftliche Zusage, die ihnen seitens der Versicherung oftmals nicht gegeben wird. Bei uns steht diese Erklärung/Vereinbarung in unserem Rahmenvertrag und auch in den diesbezüglichen Anträgen klipp und klar sowie leicht ersichtlich.

FAQ`s zur Nachdeckungs-Haftpflichtversicherung

Wer braucht eine Nachdeckungs-Haftpflichtversicherung?
Ein Arzt haftet nach österreichischem Schadenersatzrecht 30 Jahre für seine Tätigkeit. Dem wurde mit der Gesetzesnovelle von 2010 Rechnung getragen. Niedergelassene und freiberuflich tätige Ärzte müssen verpflichtend eine gesetzeskonforme Berufshaftpflichtversicherung gegenüber ihrer Ärztekammer nachweisen. In dieser ist eine Nachdeckung zwingend vorgeschrieben und darf zeitlich nicht limitiert sein.
Nicht berücksichtigt wurden in der Gesetzesnovelle bereits pensionierte Ärzte, die gesetzlichen Erben von verstorbenen und angestellte Ärzte. Diese Personengruppen können Sich mit einer Stand-Alone-Nachhaftung von ÄrzteService absichern.

Wie hoch ist die Prämie?
Die Höhe der Prämie richtet sich einerseits danach, ob der Arzt seinen Beruf noch ausübt oder bereits seine ärztliche Tätigkeit beendet hat, andererseits nach seinem Fachgebiet. Lediglich für die Erben verstorbener Ärzte gilt eine einheitliche Prämie.

Wie kann ich diese Versicherung abschließen?
Durch Ausfüllen des Formulars gemeinsam mit meinem Versicherungsbetreuer, dann Antrag an ÄrzteService übersenden und durch Bezahlung der Prämie  kommt der Vertrag zustande.  

Wann entfaltet der Vertrag seine Wirkung?
Sobald der Arzt seine ärztliche Tätigkeit endgültig beendet (sich von der Ärzteliste streichen lässt), beginnt der Versicherungsschutz. Alleine die Tatsache der „Pensionierung“  löst noch keine Rechtsfolgen aus.

Unfallversicherung für Ärzte

Arbeiter und Angestellte, Selbständige, Schüler und Studenten – der Großteil der ÖsterreicherInnen verfügt über eine gesetzliche Unfallversicherung. So auch Sie als MedizinerIn. Allerdings: Die Leistungen können nur dann in Anspruch genommen werden, wenn ein folgenschweres Ereignis auf dem Weg zur Arbeit bzw. Ausbildungsstätte bzw. direkt vor Ort eintritt.
Alle anderen, also Hausfrauen, Pensionisten und Kinder, die das Schul- bzw. Kindergartenalter noch nicht erreicht haben, sind überhaupt nicht gegen Unfälle versichert. Dasselbe gilt auch für die Freizeit der arbeitenden österreichischen Bevölkerung. Abhilfe schafft eine private Unfallversicherung, die auf freiwilliger Basis mit einer Versicherung zum Abschluss gebracht wird.

Was ist die Dauerinvalidität?
Eine Invalidität im Sinne der privaten Unfallversicherung liegt vor, wenn die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit der versicherten Person durch einen Unfall dauerhaft beeinträchtigt wird. Eine Beeinträchtigung ist dauerhaft, wenn sie voraussichtlich länger als drei Jahre bestehen wird und eine Änderung des Zustands nicht erwartet werden kann.

Was bedeuten Invaliditätsgrad und die Gliedertaxe?
Der Invaliditätsgrad wird in Prozenten der Leistungsminderung ausgedrückt, und deren prozentuale Auswirkung auf die Leistung in der sogenannte Gliedertaxe fixiert. In den Bedingungen für die Unfallversicherung ist die Gliedertaxe genau definiert. Sie ist die Grundlage zur Berechnung der Höhe der Zahlung. Je höher der Prozentsatz der Dauerinvalidität, desto höher ist die Leistung der Unfallversicherung. Für MedizinerInnen haben wir bestehende Ärzte-Gliedertaxen mit den Versicherern nochmals verbessert und exklusiv weiterentwickelt, damit Ihrem besonderen beruflichen Risiko als Arzt Sorge getragen wird.

Was ist die Progression?

Wird ein Tarif gewählt, der auf einem Progressionsmodell beruht, dann steigt die Auszahlungssumme im Vergleich zur linearen Variante.  Ein Beispiel: Bei einer vereinbarten Versicherungssumme von 200.000 Euro erhält ein Versicherungsnehmer im Eintrittsfall einer hundertprozentigen Invalidität 600.000 Euro aus seiner privaten Unfallversicherung, sofern die Progression 300 Prozent beträgt.

Wofür benötige ich Bergungskosten?
Unter Bergungskosten versteht man die notwendigen Kosten, die durch die Such-, Rettungs-, Transport- und Bergungsaktionen von öffentlich-rechtlichen oder privatrechtlich organisierten Rettungsdiensten entstanden sind. Schon der Transport mit dem Krankenwagen kann einige hundert bis über tausend Euro kosten. Nicht selten entstehen hohe Kosten, wenn Sie an einer schwer erreichbaren Stelle verunglücken, zum Beispiel in den Bergen beim Skifahren oder Wandern, am Meer beim Baden oder in einem Waldstück. Damit das Rettungsteam den Unfallort erreichen kann, ist eventuell der Einsatz von Spezialfahrzeugen, Hubschraubern oder einer Hundestaffel notwendig.
Diese Unfalversicherung deckt auch Bergungskosten ohne Unfall.

Diese Kosten sind bis zur vereinbarten Versicherungssumme durch die Unfallversicherung gedeckt.

FAQ zur Ordi-, Technik- Inhaltsversicherung

Mit der Ordinationsinhaltsversicherung sind die Grundlagen Ihres Unternehmens gegen die Gefahren Feuer, Sturm, Leitungswasser und Einbruchdiebstahl inkl. Vandalismus geschützt.
Sie versichert die kaufmännisch-technische Betriebseinrichtung samt Installation, Waren und Vorräte, Bargeld und Wertpapiere, Glasschäden und Gebrauchsgegenstände des Dienstgebers und der Dienstnehmer.

Warum ist eine Technikkaskoversicherung zusätzlich ratsam?

Moderne Büro-, Kommunikations- und Informationstechnik haben Einzug in die Ordination gehalten, in die Medizintechnik wurde teuer investiert und möglicherweise auch die Einrichtungsgegenstände erneuert. Elektronik spielt im Arbeitsalltag fast aller Berufsgruppen eine entscheidende Rolle. In Arztpraxen oder Labors sind exakte Diagnosen ohne elektronische Geräte undenkbar. Es spielt keine Rolle, ob Sie Eigentümer der Geräte sind oder die Sachen gemietet, geleast oder unter Eigentumsvorbehalt gekauft haben, soweit Sie für Schäden haften. Die Risikoabsicherung dieser Investitionen wird aber nur selten angepasst.
Erfahrungsgemäß kommen zu den bekannten, auch immer neue Risiken wie Softwareschäden durch Computerviren, oder einfach Bedienungsfehler der hochspezialisierten Geräte hinzu.
Für alle Geräte gilt der Wiederbeschaffungswert auf das Gerätealter bis max. 10 Jahre.

Was ist in der Technikkasko bzw. dem Technikkasko-Plus-Paket versichert?
Die medizinisch technischen Geräte bis zur Höchsthaftungssumme  (stationär oder mobil)
EDV-Anlagen (inkl. Bewegungsdaten)
Die Telefonanlage (stationär oder mobil)
Installationen für die gesamte Energieversorgung
Software gegen Virusbefall (Plus-Paket)
Installationssoftware (Plus-Paket)
Transportschäden (Plus- Paket)
Schmorbrand (Plus-Paket)

Versicherte Gefahren und Schäden (Auszug):
Bedienungsfehler, Ungeschicklichkeit, Fahrlässigkeit, Sabotage;
Schäden durch Patienten, Personal, Arzt;
Implosion oder sonstige Wirkung von Unterdruck sowie physikalisch verursachten Überdruck
Feuchtigkeit, Säuren, Öle, Flüssigkeiten aller Art (ausgenommen Leitungswasser)
Mittelbare Wirkung der atmosphärischen Elektrizität (indirekter Blitzschlag);
Überspannung im öffentlichen Versorgungsnetz ohne atmosphärische Ursachen;
Einfacher Diebstahl in den Räumlichkeiten des Versicherungsnehmers am Versicherungsort während der Geschäftszeit (Öffnungszeit)
Mechanisch einwirkende Gewalt sowie Glasbruch an Geräten.
Wiederbeschaffungswert auf Gerätealter bis max. 10 Jahre!
Mindestzeitwertersatz 40% bei Gerätealter über 10 Jahre.

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